| Gera | Dieser Text beschreibt Gera. Der untere Text beinhaltet die Gera Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Gera Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Gera fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Gera möglichst ausführlich zu halten.
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Gera ArtikelDieser Artikel beschäftigt sich mit der Stadt Gera. Es gibt in Thüringen auch einen Fluss mit dem Namen Gera, siehe Gera (Fluss).
Gera ist eine Stadt in Deutschland. Sie ist nach der Landeshauptstadt Erfurt die zweitgrößte Stadt sowie eines der drei Oberzentren des Bundeslandes Thüringen und hat den Status einer Kreisfreien Stadt. Nächstgrößere Städte sind Chemnitz (ca. 58 km östlich), Leipzig (ca. 60 km nordöstlich), Halle (Saale) (ca. 70 km nördlich) und Erfurt (ca. 74 km westlich von Gera).
Die Einwohnerzahl der Stadt Gera überschritt um 1959 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.
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Gera liegt in dem östlichsten Zipfel des Freistaates, nahe den Grenzen zu Sachsen-Anhalt und Sachsen in dem Tal des Flusses Weiße Elster. An der südlichen Stadtgrenze (bei Wünschendorf) tritt diese aus ihrem engen Tal heraus und fließt in eine breite Tallandschaft, in der sich die Stadt Gera ausbreitet. Während der Westrand des Tales relativ steil abfällt, steigt der Ostrand allmählich an.
Gera liegt auf einer Höhe zwischen 180 m ü. NN (Bett der Weißen Elster) und 354 m (bei Gera-Falka in dem äußersten Südosten). Als Höhe Geras wird meist 205 m über NN angegeben, die Höhe des Marktplatzes.
Gera hat mit dem Geraer Stadtwald in dem Westen des Stadtgebietes die größte zusammenhängende Waldfläche aller Thüringer Städte. Ein weiteres großes Waldgebiet befindet sich in dem äußersten Nordwesten der Stadt.
Die hauptsächlich vertretenen Gesteinsarten sind Kalkstein und Rotliegendes. In dem Norden des Stadtgebietes gibt es kleine Vorkommen von Braunkohle, die in dem 19. Jahrhundert abgebaut wurde.
Bei Gera (Weida) liegt die Stelle des südlichsten Vordringens der eiszeitlichen Gletscher (Elster-Eiszeit) in Deutschland.
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Geologische Geschichte in dem Raum Gera | |
Das Tal der Weißen Elster durchschneidet das Gebiet der Stadt Gera und gestaltete die Landschaft in dem Geraer Raum.
Südlich von Gera bei Wünschendorf tritt die Weiße Elster aus den Ausläufern des Thüringer Schiefergebirges heraus . Die hohe Verwitterungsbeständigkeit der Gesteine (Schiefer, Diabase, Knotenkalke, Quarzite) erlaubte dem Fluß ca. ein einschneiden enger und steilwandiger Täler.
Nördlich von Wünschendorf bilden jedoch die Ablagerungen des Zechsteins und des Bundsandsteins den Untergrund. Durch kleinere Veritterungsbeständigkeit dieser Gesteine konnte sich der Fluß eine andere Landschaft mit weiten Täler und sanft ansteigenden Hügeln schaffen.
Bei Gera-Liebschwitz engen Tonschiefer und Grauwacken des Unterkarbons das Tal der Elster wieder ein. Besucher erkennen dieses besonders an den steilen Abbruchkannten des Heeresberges bei Oberröppisch und am Zoitsberg bei Liebschwitz.
Weiter nördlich dieser Bodenformation tauchen Tonschiefer und Grauwacken unter die Gesteinformation des Rotliegenden und des Zechsteins (Erdaltzeit Beginn vor ungefähr 285 Mio. Jahren).
Die Gesteine ermöglichten die Öffnung zu dem weiten Geraer Tal durch ihre kleinere Verwitterungsbeständigkeit. Dieses weite Tal wurde in der Zeit des Oberrotliegenden fast vollständig mit Abtragungsschutt von den angrenzenden Höhen des Variskischen Gebirges (ehm. Faltengebirge in dem Mitteleuropa) aufgefüllt, heute noch sehr gut zu erkennen am Lasurberg bei Gera Pforten.
Eine schwache großräumige Absenkung nach Nord Westen ermöglichte in der Folgezeit ein weites Vordringen des Mitteleuropäischen Meeres, in der Zechsteinzeit, in den Geraer Raum. Diese Ablagerungen können besonders gut bei Milbitz und Schwaara auch durch den Laien erkannt werden:
Die Zechsteinschichten liegen hier waagerecht über den steilgestellten Klippen des ehemaligen Gebirges.
Nach der Zechsteinzeit überdeckten Flüsse, Seebecken und Überschwemmungen die Geraer Landschaft mit Sanden und Tonablagerungen. Man kann dieses vor allem in einigen Aufschlüssen des Unteren Bundsandsteins(Beginn vor ungefähr 230 Mio. Jahren) in den Kerbschluchten des westl. Elsterufers, z. B. Untermhaus Richtung Ernsee, erkennen. Die bunten rot, bräunlich oder grau-grün gefärbten Sandsteine bestehen hauptsächlich aus Quarz, Feldspat und Gesteinssteilen, die rötliche Farbgebung ermöglichen Eisenverbindungen.
In der Kreidezeit (Beginn v. ungefähr 140 Mio. Jahren) und in dem Tertiär (Erdneuzeit Beginn ungefähr vor 60 Mio. Jahren) neigte sich das Geraer Gebiet durch Tektonische Kräfte nach Westen hin zu Thüringer Becken.
Die Verwitterungsanfälligkeit der Kalke und Gipse bestimmten den Verlauf des Flusses und die Entwicklung der Talsohle in dem Geraer Raum.
Unterhalb der Zechsteinfolge(Bundsandstein und Plattendolomit) sind sind teilweise recht ausgedehnte Gipslager anzutreffen. Bei der Lösung der Gipse durch eindringendes Wasser entstanden Hohlräume und dadurch an der Oberfläche Einsenkungen und Erdfälle(Dolinen). So verlagerte sich der Flusslauf weiter westwärts.
Im Quartär (Erdneuzeit Beginn ungefähr vor 1,8 Mio. Jahren ), Pleistozän und Holozän schnitten sich vor allem die Schmelzwasser des Inlandeises in die Landschaft ein und verbreiterten die Talaue des Flusses.
So näherten sich die Oberflächenformen sich den heutigen Bild weitestgehend an.
Der Geraer Raum wurde ca. einmal während der so genannten Elstereiszeit vom Inlandseis überdeckt.
Südlich von Gera bei Wünschendorf war das weiteste Vordringen der Gletscher in gesamt Mitteleuropa.
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Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Gera. Sie werden in dem Uhrzeigersinn beginnend in dem Nordosten genannt:
- in dem Landkreis Greiz (Thüringen): Pölzig, Hirschfeld , Brahmenau, Schwaara und Korbußen (alle Verwaltungsgemeinschaft Am Brahmetal), Ronneburg, Kauern, Hilbersdorf, Linda bei Weida und Endschütz (alle Verwaltungsgemeinschaft Ländereck), Wünschendorf (Einheitsgemeinde), Zedlitz, Hundhaupten und Saara (alle Verwaltungsgemeinschaft Münchenbernsdorf), Kraftsdorf (Einheitsgemeinde), Hartmannsdorf und Bad Köstritz
- in dem Saale-Holzland-Kreis (Thüringen): Silbitz (Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal)
- in dem Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt): Breitenbach und Schellbach (Verwaltungsgemeinschaft Droyßiger-Zeitzer Forst ) sowie Heuckewalde (Verwaltungsgemeinschaft Schnaudertal )
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Schierke sind zwar gekürzt, was den Genuß dieser DVD aber nicht schmälert. |
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Das Stadtgebiet gliedert sich in 40 Stadtteile, die zu 12 Gemeindeteilen zusammengefasst sind. Einige der Stadtteile sind zugleich Ortschaften oder bilden mit anderen Statteilen eine Ortschaft. In Gera gibt es 14 Ortschaften mit einem eigenen Ortschaftsrat und einem Ortsbürgermeister.
Siehe hierzu auch Liste der Stadtteile von Gera und Liste der Eingemeindungen.
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Die Bevölkerung der Stadt Gera gehörte anfangs zu dem Bistum Naumburg . Das Stift Quedlinburg erließ wohl schon vor 1200 eine Kirchenordnung für die Stadt. Gera war Sitz eines Dekanats innerhalb des Archidiakonats Zeitz. 1533 wurde die Reformation eingeführt. Danach war die Stadt über viele Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis. Die Kirche teilte die Geschicke der Landesherren von Reuß. Die kleine "Evangelisch-Lutherische Kirche des Fürstentums Reuß jüngere Linie", deren Sitz sich in Gera befand, schloss sich 1920 mit 6 anderen Landeskirchen Thüringens zur "Thüringer Evangelischen Kirche" zusammen. 1934 schloss sich die "Evangelisch-Lutherische Kirche des ehemaligen Fürstentums Reuß ältere Linie" als 8. Landeskirche an und 1948 nannte sie sich in Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen um. Innerhalb dieser Landeskirche ist Gera Sitz einer Superintendentur, der zu dem Aufsichtsbezirk Ost gehört, dessen Kreiskirchenamt sich ebenfalls in Gera befindet. Die heute bestehenden 13 evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden beziehungsweise Pfarrämter gehören somit alle zur Superintendentur Gera.
Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. 1894 gründeten sie wieder eine eigene Kirchengemeinde und erbauten die Kirche St. Elisabeth, zu der auch die Katholiken benachbarter Städte und Gemeinden gehörten. Heute hat die Pfarrei St. Elisabeth neben der Hauptkirche auch Kapellen und zwar St. Jakobus in Gera-Langenberg und Maria Geburt in Ronneburg. Ferner gibt es in Gera noch die Pfarrei Hl. Maximilian Kolbe. Die Stadt ist heute Sitz eines Dekanats innerhalb des Bistums Dresden-Meißen.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch noch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Evangelisch-Methodistische Gemeinde (Methodisten), die Freie Evangelische Gemeinde, die Adventgemeinde und die "Christliche Gemeinde". Ferner sind eine Neuapostolische Gemeinde und die Zeugen Jehovas in Gera vertreten.
Nichtchristliche Religionen sind in Gera praktisch nicht vorhanden. Das jüdische Leben aus der Zeit vor 1938 wurde nachdem Nationalsozialismus nicht wiederbelebt.
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Hauptartikel: Geschichte der Stadt Gera
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Hauptartikel: Einwohnerentwicklung von Gera
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Buch-Tipp: Wünsche für dein Leben (Bilderbücher) Gibt's auch mehr als fünf Sterne? Das Buch ist einfach berührend- ein kleiner Schatz für groß und klein!Ich habe das Buch meiner (Pflege)Tochter zur Taufe vorgelesen-sie war schon fünf Jahre alt und ich weiß nicht wie ich meine Wünsche für ihr und unser gemeinsames Leben besser ausdrücken hätte können. |
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An der Spitze der Stadt Gera stand in dem 13. Jahrhundert ein "scultetus" des Stifts Quedlinburg , zum die Stadt seinerzeit gehörte. 1306 wurde das Schulzenamt den Vögten und Herren von Gera übertragen. Seit 1360 ist ein "Rat" nachweisbar. In dem 15. Jahrhundert gab es mehrere Räte, zu denen jeweils 1 Bürgermeister gehörte. Der "regierende Rat" besorgte die laufende Verwaltung, der "sitzende Rat" war für die Gerichtsbarkeit zuständig und der "ruhende beziehungsweise alte Rat" wurde zu wichtigen Angelegenheiten hinzugezogen. Ab 1618 gab es noch 2 Kollegien, später wieder 3 und gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es 2 Bürgermeister, von denen der juristische Bürgermeister vom Landesherrn eingesetzt wurde. 1832 erhielt Gera eine neue Stadtverfassung. An der Spitze stand danach ein Oberbürgermeister, der ab 1933 von der Partei eingesetzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg bildete die sowjetische Besatzungszone den "Rat der Stadt" mit einem Oberbürgermeister. Der Rat wurde vom Volk gewählt. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde das nunmehr als Stadtrat genannte Gremium wieder frei gewählt. Vorsitzender dieses Gremiums ist der "Stadtratsvorsitzende". Das Gremium wählte anfangs auch den Oberbürgermeister. Seit 1994 wird der Oberbürgermeister direkt vom Volk gewählt. Erster direkt gewählter Oberbürgermeister wurde der parteilose Ralf Rauch.
Bürgermeister (Stellvertreter des Oberbürgermeisters) ist Norbert Hein (CDU). Einige Stadtteile haben außerdem einen Ortsbürgermeister, der auch Vorsitzender des Ortschaftsrats ist.
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Sitzverteilung in dem Stadtrat
Seit der Kommunalwahl vom 27.06 2004 setzt sich der Geraer Stadtrat wie folgt zusammen:
- PDS: 18 Sitze (36,7 %)
- CDU: 14 Sitze (28,7 %)
- Arbeit für Gera: 8 Sitze (15,8 %)
- SPD: 6 Sitze (11,1 %)
Vorsitzende des Stadtrats ist heute Petra Metzner, PDS. Die Grünen und die FDP verpassten mit je 3,9 Prozent den Einzug in den Stadtrat.
Liste der Oberbürgermeister siehe bei Stadtgeschichte von Gera.
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Bundestagswahl 2002
Wahlkreis Gera/Saale-Holzland:
Erststimme
- SPD: 36,6%
- CDU: 27,1%
- PDS: 25,0%
- FDP: 6,3%
- Bündnis 90/Die Grünen: 3,0%
- NPD: 2,1%
Zweitstimme
- SPD: 39,5%
- CDU: 26,4%
- PDS: 20,1%
- FDP: 6,1%
- Bündnis 90/Die Grünen: 3,7%
- NPD: 1,6%
- Schill-Partei: 1,3%
- Die Republikaner: 0,6%
Direkt gewähltes Mitglied des Bundestages aus dem Wahlkreis Gera/Saale-Holzland ist Karsten Schönfeld (SPD). Bernward Müller konnte über die Landesliste der CDU ebenfalls in den Bundestag einziehen.
Landtagswahl 2004
Bei der Thüringer Landtagswahl am 13.06 2004 war Gera in zwei Wahlkreise eingeteilt. In beiden siegten die Direktkandidaten der PDS. In Gera II konnte sich dabei Dieter Hausold mit 41,0 Prozent sogar gegen die amtierende Finanzministerin Birgit Diezel (35,8%) durchsetzen. In Gera I gewann Margit Jung (38,5%) gegen Bernd Koob (36,6%), der damit der einzige CDU-Kandidat war, der nicht über einen Listenplatz in den Landtag einziehen konnte.
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Das Wappen der Stadt Gera zeigt in schräggestelltem, dreikantigem Schild in Schwarz, ein aufrechtstehender, nach rechts gewandter, goldener, doppelschwänziger, ungekrönter Löwe. Auf der linken Schildecke ein goldener Turnierhelm mit zweiseitigen goldenen und auf der Rückseite schwarzen Blätterverzierungen; über dem Helm links vier Pfauenfedern mit doppelten Pfauenaugen und rechts drei einfache Blätter von gleicher Größe. Die Flagge ist schwarz-gold längs gestreift.
Der Plauener Löwe als Wappentier wurde von den einstigen Territorialherren, den Vögten von Weida übernommen. Er ist bereits seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar. Das heutige Wappen wurde zuletzt 1995 in der Hauptsatzung der Stadt Gera festgelegt.
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Gera unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:
- Saint-Denis (Frankreich), seit 1950
- Sliven (Bulgarien), seit 1965
- Plzen (Tschechien), seit 1970
- Kuopio (Finnland), seit 1972
- Timisoara (Rumänien), seit 1984
- Arnheim (Niederlande), seit 1987
- Rostow am Don (Russische Föderation), seit 1991
- Fort Wayne, Bundesstaat Indiana (Vereinigte Staaten Amerika), seit 1992
- Skierniewice (Polen), seit 1993
- Pskow (Russische Föderation), seit 1996
- Nürnberg (Bayern), seit 1997
- Goražde (Bosnien und Herzegowina), seit 2002
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Wirtschaft und Infrastruktur | |
Die wichtigsten Wirtschaftszweige vor 1990 haben in Gera heute ca. noch eine kleine oder gar keine Bedeutung mehr: Werkzeugmaschinenbau (VEB Wema Union), Textilindustrie (VEB Modedruck), Elektronik und Gerätebau (VEB Elektronik Gera) existieren nicht mehr. Außerdem gab es in Gera Außenstellen von Carl Zeiss Jena sowie eine Brauerei.
Heute sind die größten Firmen Gera-Gewürze (Gewürzherstellung), Gerana (Kosmetikartikel) sowie Othüna (Margarineherstellung). Seit Ende der 1990er entstanden in Gera drei große Einkaufszentren (1998 Gera-Arcaden, 2000 Amthor-Passage, 2003 Elster-Forum). Die Arbeitslosenquote betrug 2002 19,2%, das entspricht 10.400 Arbeitslosen.
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Durch das Stadtgebiet führt in West-Ost-Richtung die Bundesautobahn A 4 Erfurt-Dresden. Die Stadt hat Anschlussstellen in Gera und Gera-Leumnitz. Ferner führen die Bundesstraßen B 2, B 7 und B 92 durch Gera. Vor der Kommunalwahl 2004 wurde der Bau einer östlichne Umfahrung der Stadt beschlossen, die in dem Norden der Stadt beim Stadtteil Cretzschwitz von der B2 abzweigen soll, dann die A4 bei einer neuen Anschlusstelle Gera-Bieblach queren und schließlich beim Stadtteil Leumnitz in die bereits gebaute Südosttangente münden soll. Weitere Straßenneubauten werden in Zusammenhang mit der Bundesgratenschau 2007 in dem Stadtzentrum vorgenommen. Die Länge des Straßennetzes in Gera beträgt 507 km. Derzeit sind ungefähr 56 Tausend Kraftfahrzeuge in Gera zugelassen.
Gera hat traurige Berühmtheit erlangt als größte deutsche Stadt nach Lübeck ohne elektrifizierten Bahnanschluss sowie als erste deutsche Großstadt, die vollständig vom Fernbahnnetz der Deutschen Bahn AG abgeschnitten wurde. Auch in dem Eisenbahngüterverkehr ist Gera nach Stillegung seines Rangierbahnhofes Gera Hbf/Güterbahnhof kein Eisenbahnknoten mehr. 2002 nahm jedoch der InterConneX von Gera über Berlin nach Rostock den Betrieb auf. Regionalexpress-Linien führen bis München und Göttingen, außerdem in die nahegelegenen ICE-Knotenpunkte Leipzig, Weimar, Jena und Saalfeld. Die Regionalexpress-Linie aus Göttingen führt nach Osten bis Gößnitz. Dort werden die zwei eingesetzten Triebwagen der Baureihe 612 getrennt und fahren anschließend weiter bis Zwickau und Chemnitz. Die Reisezeiten nach Erfurt (1 Stunde 11 Minuten) oder Chemnitz (1 Stunde 46 Minuten) bilden allerdings keine ernsthafte Alternative zur parallel verlaufenden A4.
Immer wieder wird der zweigleisige und elektrifizierte Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung diskutiert. Gelegentlich wird auch statt der kostspieligen ICE-Strecke Erfurt-Nürnberg eine kürzere Verbindung über Gera diskutiert, deren Realisierung jedoch sehr unwahrscheinlich ist.
In Gera befinden sich sieben Bahnhöfe, die jedoch bis auf den Hauptbahnhof und den Südbahnhof ca. von Regionalbahnen angefahren werden.
Im Osten der Stadt befindet sich der Landeplatz Gera-Leumnitz, der jedoch ca. zu dem Sportfliegen genutzt wird. Die Flughäfen Leipzig-Halle, Erfurt und Hof sind alle ungefähr gleich weit entfernt, der nächstgelegene Flughafen ist jedoch Altenburg-Nobitz , der von Ryanair und Air Berlin angeflogen wird.
Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen 2 Straßenbahnlinien (eine dritte ist in Bau) sowie 14 Buslinien der Geraer Verkehrsbetrieb GmbH (GVB). Die Linien des GVB fahren ausschließlich Absichte innerhalb des Stadtgebietes an, mit Ausnahme der Linie 18 (Gemeinde Kauern) und der Linie 20 (Ortsteile Töppeln, Niederndorf und Harpersdorf der Gemeinde Kraftsdorf). Die gegenwärtige Länge des Straßenbahnnetzes beträgt 14,5 km. Die Gesellschaft befördert täglich ungefähr 60.500 Personen.
Daneben wird Gera auch von den Regionalbuslinien der Firma RVG und einiger weiterer Gesellschaften angefahren. Während die zentrale Umsteigestelle des Stadtverkehrs die Haltestelle Heinrichstraße ist, fahren die Regionalbusse vom Busbahnhof in der Nähe des Hauptbahnhofes ab.
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In Gera erscheint als Tageszeitung die Ostthüringer Zeitung (OTZ). Ferner befindet sich in Gera eine Geschäftsstelle der Thüringischen Landeszeitung (TLZ), die in Weimar erscheint.
Der MDR unterhält ebenso wie der Privatsender Antenne Thüringen Rundfunkstudios in Gera. Von 1992 bis 1994 befand sich das Landesfunkhaus Thüringen des MDR-Fernsehens in Gera, genauer gesagt in der Hermann-Drechsler-Straße in Untermhaus (die heutigen Kammerspiele).
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In Gera gibt es keine Universität und keine Fachhochschule, dafür aber eine Berufsakademie. Mit ungefähr 40 Schulen hat die Stadt jedoch das komplette Angebot an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Ferner gibt es eine Volkshochschule.
Die Stadt- und Regionalbibliothek mit einer Hauptstelle und 5 Zweigstellen in dem Stadtgebiet bietet ein umfangreiches Angebot an Literatur.
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Freizeit und Sporteinrichtungen | |
Die Sportanlagen Geras kozentrieren sich hauptsächlich auf den früheren "Hofwiesen" an der Weißen Elster zwischen dem Stadtzentrum und den Stadtteilen Heinrichsgrün und Untermhaus. Hier befinden sich das Stadion der Freundschaft, ein Hallen- und ein Freibad, Tennisplätze sowie eine Rollschnelllaufbahn. 2004 wurde eine neue Vierfeld-Sporthalle fertiggestellt, die die alte "Erwin-Panndorf-Halle" ersetzt. Der Name wurde beibehalten.
Das Areal der Hofwiesen soll 2007 ein Kerngebiet der Bundesgartenschau werden. Die Sportstätten sollen dabei harmonischins Parkareal eingegliedert werden. Welche Sportanlagen während der Buga genutzt werden können, steht aber noch nicht in dem Einzelnen fest.
Weitere kleinere Sporthallen und Sportplätze sind über die ganze Stadt verteilt, zu bezeichnen ist hier das Stadion am Steg, wo der 1. FC Gera 03 spielt. In dem Stadtteil Debschwitz gibt es außerdem eine Radrennbahn.
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Kultur und Sehenswürdigkeiten | |
Siehe hierzu auch Hauptartikel Sehenswürdigkeiten in Gera
- Rathaus (erbaut 1576, Renaissance), das Wahrzeichen der Stadt
- Marktplatz mit Simson-Brunnen
- Schloss Osterstein (größtenteils zerstört 1945)
- Stadtapotheke (mit außergewöhnlichem, reich verziertem Erker)
- Theater (erbaut 1902)
- Kirchen St. Johannis (Neogotik), St. Salvator (Barock), St. Marien (Spätgotik), St. Trinitatis
- Geraer Höhler (frühere Bierkeller)
- Tierpark (seit 1973)
Gera besitzt folgende Unterhaltungseinrichtungen (Kino und Theater):
- Die Bühnen der Stadt Gera - fusionierten 1996 mit dem Theater Altenburg. In Gera werden 3 Häuser bespielt (Großes Haus, Kammerspiele, Kleines Theater in dem Zentrum)
- Die beiden nach der Wiedervereinigung noch verbliebenen Kinos schlossen Ende 1997, als die moderne UCI-Kinowelt eröffnet wurde. In dem Metropol-Kino finden gelegentlich noch Filmnächte statt.
- Bekannt auch über die Stadtgrenzen ist das Kabarett "Fettnäppchen" direkt unter dem Rathaus.
- Kultur- und Kongresszentrum - Das 1981 eröffnete Kultur- und Kongresszentrum wird für die seltenen größeren Veranstaltungen genutzt.
Folgende Museen besitzt Gera:
- Stadtmuseum
- Kunstsammlung (Orangerie)
- Schreibersches Haus (Naturkundemuseum, ältestes Gebäude der Altstadt)
- Ferbersches Haus (Museum für angewandte Kunst)
- Otto-Dix-Haus
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Regelmäßige Veranstaltungen | |
Im Lauf des Jahres finden in Gera verschiedene Kunst- und Kulturfestivals statt, u.a.
- Goldener Spatz (seit 2003 gemeinsam mit Erfurt)
- Geraer Ballett-Tage (seit 1979)
- Maifest
- Tierparkfest
- "Sommernachtstraum" (Stadtparkfest)
- "Alles Theater" (Theatertage)
- Höhlerfest
- Köstritzer Schwarzbiernacht
- Dahlienfest
- Geraer Märchenmarkt (Weihnachtsmarkt)
- 2007 wird Gera mit Ronneburg Austragungsort der Bundesgartenschau sein.
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Im Fußball ist der bedeutendste Verein der 1. FC Gera 03 (früher TSV 1880 Gera-Zwötzen), der in der Thüringenliga spielt. Der bis vor wenigen Jahren größte Verein, der 1. SV Gera, musste nach der Saison 2002/2003 Insolvenz anmelden.
Außerdem ist Gera ein Zentrum des Reitsports (Reitsportanlage Gera-Milbitz). Früher spielte Gera auch in dem Boxen und in dem Radsport eine Rolle. Zwischen 1967 und 2001 war es 14-mal Etappenort der Internationalen Friedensfahrt. In der Umgebung der Stadt findet außerdem jährlich eines der bedeutendsten Straßenradrennen für Frauen statt, die Internationale Thüringen-Rundfahrt.
Große Erfolge kann Gera in einigen Randsportarten vorweisen, wie dem Speedskating , dem Rollhockey oder dem Fallschirmspringen. 2006 wird die Weltmeisterschaft in dem Fallschirmspringen in Gera stattfinden.
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Die Stadt Gera hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen: (bisher wohl ca. eine kleine Auswahl)
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Söhne und Töchter der Stadt | |
Die nachfolgenden Personen wurden in Gera geboren (Auflistung chronologisch nach Geburtsjahr). Ob sie ihren späteren Wirkungskreis in Gera hatten oder nicht ist dabei unerheblich.
- 1705, Johann Heinrich Gottfried Koch , Schauspieler und Theaterleiter, †1775 in Berlin
- 1857, 11.04, Dr. Heinrich Gustav Beck , †3. Januar 1933 in Dresden, Ministerpräsident von Sachsen 1914-1918
- 1891, in dem Ortsteil Untermhaus, Otto Dix, Maler und Grafiker, †25. Juli 1969 in Singen am Hohentwiel, Hauptvertreter der "Neuen Sachlichkeit"; Werke u.a. "Triptychon Der Krieg", Prof. an den Kunstakademien Dresden und Karlsruhe
- 1893, Rudolf Paul, Politiker, †1978, 1945-1947 Landespräsident von Thüringen
- 1944, 5.06 Dr. Rainer Ortleb, Politiker, 1990-1991 Bundesminister für besondere Aufgaben und 1991-1994 Bundesminister für Bildung und Wissenschaft
- 1960, in dem Ortsteil Thieschitz, Olaf Ludwig, Radrennfahrer, Olympiasieger 1988
- 1964, Heike Drechsler, Leichtathletin, Olympiasiegerin 1992 und 2000
Nicht in Gera geboren, aber hier gewirkt haben u.a.
- Hans Otto , Schauspieler, *1900 in Berlin, †1933 in Berlin, spielte 1924-26 am Stadttheater Gera
- Horst Salomon , Schriftsteller, *06.05.1929 in Pillkallen, †20.06.1972 in Gera
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Weiteres zu dem Artikel Gera |
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